AfD Bad Oeynhausen stimmt gegen Integration und fairen Handel

AfD Bad Oeynhausen stimmt gegen Integration und fairen Handel

In der 4.Sitzung des Hauptaussschusses am 09.06.2021 wurde unter TOP 6 die Flüchlingarbeit der Diakonie und unter TOP 7 der Fair Trade-Handel (Fairtrade Town) der Stadt Bad Oeynhausen diskutiert.

Eigentlich Kleinigkeiten welche die Welt aber ein kleines Stückchen besser machen könnten und Symbolkraft besitzen.

Die Diakonie soll zukünftig im Kulturauschuss über Ihre Integrationsarbeit berichten. Integration soll als Kultursache angesehen werden. Die Stadt Bad Oeynhausen soll Maßnahmen ergreifen, das mehr Fair Trade-gehandelte Artikel angeboten und verwendet werden.

Wie bereits gesagt, Kleinigkeiten mit Symbolkraft.

Laut unserem Ratsherrn Thomas Heilig waren sich in beiden Punkten bis auf die AfD Bad Oeynhausen auch alle Parteien einig. Nur die AfD Bad Oeynhausen stimmte als einzige Partei dagegen.

Darin kann man erkennen, das es der AfD gar nicht um eine bessere Welt für alle Menschen geht, sondern nur um ein „dagegen sein“, Abgrenzung und Spaltung der Gesellschaft.

Corona Leugner in Bad Oeynhausen

Corona Leugner in Bad Oeynhausen

„Schnelltest bis es aus der Nase blutet“

„Corona ist auf einem Schadensniveau einer Grippe“

„Die Pandemie ist eine Lügengeschichte der Regierung Merkel“

Aussagen von AfD-Mitglieder und Sympathisanten

Diese und andere Sätze mussten sich die Bad Oeynhausener Bürgerinnen und Bürger am Samstag von ca. 12 Demonstranten, einer von der Heimischen AfD organisierten Demonstration, anhören.

Rasch fanden sich gut zwei Dutzend Gegendemonstranten ein, die bei den Aussagen der Rechten nicht wussten, ob so viel Dummheit bemitleidenswert zum Lachen oder zum Weinen ist.

Einer von Ihnen war unser Ratsmitglied Thomas Heilig der auch gleich verwundert nachfragte wo denn der heimische Landtagsabgeordnete und Fraktionschef der AfD im Düsseldorfer Landtag Wagner denn sei? Ach ja – Der hat sich ja schon impfen lassen konnte Thomas Heilig seine Frage selbst beantworten.

Erst am vergangenen Wochenende hatte die AfD auf ihrem Bundesparteitag die Corona-Impfstoffe wegen möglicher gesundheitlicher Gefahren und Langzeitfolgen kritisiert. Nun hat sich Alexander Gauland, Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, selbst gegen das Coronavirus impfen lassen. 

Wasser predigen und Wein saufen ist noch das Harmloseste was uns dazu einfällt.

NW 19.04.2021

Keine Steuererleichterung für Bad Oeynhausener

Keine Steuererleichterung für Bad Oeynhausener

Gemeinsame Presseerklärung DieLinke/UW/FDP/BBO

Die neue schwarz-grüne Ratsmehrheit hat ihren Haushalt mit Hilfe der SPD verabschiedet und dabei die Veränderungsvorschläge des 3er-Bündnisses geradezu zerrissen. Zwar wurden die Haushaltsreden nicht gehalten, sie sind aber auf den Homepages der Fraktionen einzusehen, ebenfalls berichtete auszugsweise die Presse und die Reden sind der Niederschrift der Sitzung des Rates beigefügt.

Zu den unsachlichen, an vielen Stellen unehrlichen Spitzen der Fraktions-Vorsitzenden von CDU und Die Grünen, möchten wir zur sachlichen und ehrlichen Aufklärung wie folgt Stellung nehmen:

  1. Es ist Fakt, dass alle Partner des ehemaligen 5-er Bündnisses, also auch Die Grünen, zur Steuererhöhung 2015 erklärten, diese wieder zurückzunehmen, wenn die finanzielle Lage es erlaubt. Auch ist es Fakt, dass die CDU dem Haushalt 2015 wegen der Steuererhöhung wider besseres rechtliches Wissen nicht zugestimmt hat, da sie diese nicht wollte. Heute wissen wir: Bad Oeynhausen wäre nie in das Nothaushaltsrecht geraten. Es wäre somit nur logisch gewesen, dass gerade die CDU und Die Grünen, aber auch die SPD, der Senkung der Steuern zugestimmt hätten. Da sie es alle nicht getan haben, sehen wir hier einen Wortbruch dieser Fraktionen. Sich dann noch in den Haushaltsreden über das 3er-Bündnis lustig zu machen und uns als unehrlich zu bezeichnen, schlägt dem Fass den Boden aus. Wer sich hier unehrlich verhält, sein Wort gebrochen hat und – machttrunken von den neuen Mehrheitsverhältnissen- unsachlich argumentiert, sind die Fraktionen von CDU und Die Grünen, freundlichst unterstützt von der SPD.
  2. Es wird argumentiert, dass es keinen Spielraum für Steuersenkungen gäbe (Zitat BM ggü. Wirtschaft). Fakt ist, dass wir 25 Mio.  Euro in der Rücklage liegen haben, die dank Negativverzinsung jährliche Kosten in Höhe von 100.000 Euro verursacht, von denen weder die Bürgerinnen und Bürger, noch die Stadt selbst etwas haben geschweige denn einen Vorteil genießen. Diese 25 Mio. Euro verlieren durch Negativverzinsung und Inflation an Wert. Diese 25 Mio. Euro sind zu viel gezahltes Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger als auch der Unternehmen dieser Stadt. Jetzt, in einer Krisenzeit, diese Rücklage in Anspruch zu nehmen, ist nicht neoliberal, sondern wirtschaftlich notwendig und richtig. Es nicht zu tun ist verantwortungslos!
  3. Wenn man einerseits argumentiert, dass man für Steuersenkungen und Investitionserhöhungen keinen Spielraum hat, wieso ist es dann möglich auch weiterhin den Ausschussvorsitzenden die doppelte Aufwandsentschädigung zu zahlen? Wieso müssen die Bürgerinnen und Bürger für die Anschaffung von I-Pads für die Damen und Herren des Rates bezahlen, wenn doch der finanzielle Spielraum insgesamt so eng ist und man als Ratsmitglied eine monatliche und pauschale Aufwandsentschädigung für die Ratsarbeit erhält? Mit Verlaub, diese Vorgehensweise hat ein geradezu bitteres Geschmäckle! Es suggeriert, dass für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt kein Geld vorhanden ist, wohl aber für die Damen und Herren des Rates. Man darf sich nicht wundern, wenn in der Bevölkerung, verstärkt durch die „Maskenaffäre“ des Bundestages und das Fehlverhalten einzelner Landtagsabgeordneter, der Eindruck eines „politischen Selbstbedienungsladens“ entsteht.

Wir sind über das Verhalten der Ratsmehrheit, flankiert von der SPD und teilweise auch mit Hilfestellung der AfD (Vergütung der Ausschussvorsitzenden) geradezu geschockt und hoffen, dass man so schnell wie möglich wieder im Sinne der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger arbeitet, gerade im Hinblick auf die Themen Sachlichkeit, Ehrlichkeit und Umgang miteinander.

Haushaltsrede 2021

Haushaltsrede 2021

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not! Dieses uralte deutsche Sprichwort kennt jeder von uns. Leider lässt sich nicht nachvollziehen, woher es stammt. Es könnte beispielsweise auf der alttestamentarischen Geschichte der Traumdeutung des Pharaos durch Josef im 1. Mose 41 fußen. Dort träumt der Pharao von 7 schönen und fetten Kühen, die von 7 mageren Kühen gefressen werden und von 7 vollen Kornähren, die von 7 dünnen Ähren verschlungen werden. Oder, wer es lieber weltlich statt christlich mag, vielleicht fußt das Sprichwort auch auf der altgriechischen Tierfabel des Grashüpfers und der Ameise von Äsop. Hier hat die Ameise den ganzen Sommer Vorräte für den Winter gesammelt, während der Grashüpfer verschwenderisch in den Tag hinein lebte. Als der Winter kam, zehrte die Ameise von ihren Vorräten, der Grashüpfer verhungerte und erfror.

Eines haben die Geschichten und das Sprichwort gemeinsam. Die Kernaussage: Wenn es dir gut geht, leg was für schlechte Zeiten an die Seite. Nochmal: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not! Und das wir uns aktuell mit dieser Pandemie in der schlimmsten wirtschaftlichen Not der Nachkriegszeit befinden, ist doch wohl unumstritten. Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz oder sind von Kurzarbeit betroffen. Restaurants und Bars dürfen nicht öffnen. Künstlerinnen und Künstler können nicht auftreten, weil Theater geschlossen und andere Großveranstaltungen verboten sind. Pflegekräfte in Krankenhäusern, Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in der Altenpflege riskieren täglich ihre Gesundheit und müssen härter arbeiten, als wir es uns überhaupt vorstellen können. Und das sind nur einige Beispiele für diese harte Pandemie.

Auf der anderen Seite haben wir als Stadt eine Rücklage von rd. 25 Mio. Euro in den guten Jahren angehäuft. Die lokale Presse schrieb richtigerweise „Bad Oeynhausen schwimmt im Geld!“ Und dieses Geld, wenn Sie so wollen die Vorräte der Ameise oder die 7 fetten Kühe oder Kornähren, ist das, was wir in guten Jahren beiseite geschafft haben. Jetzt, in der Not, sollten wir diese Vorräte zu Gunsten eines kommunalen Konjunkturprogramms und einer kommunalen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger nach und nach aufbrauchen, schließlich sind wir ja auch kein Sparclub!

Wir leben in verrückten Zeiten, auch finanzpolitisch! Kredite gibt es zum Nulltarif, ja sogar zu Negativzinsen wurden Kredite dem Kämmerer angeboten. Das heißt, wir zahlen nicht mal das zurück, was wir entliehen haben. Andererseits verlieren unsere Rücklagen in Höhe von 25 Mio. Euro an Wert, da wir keine Zinsen erhalten, zum Teil sogar Negativzinsen für die Rücklagen berappen müssen. Und die Inflation zieht erst noch richtig an. Dies sind ebenfalls gute Argumente, der langjährigen und schon fast heiligen schwarzen Null Lebewohl zu sagen. Künftige Generationen werden uns die Sparwut eben nicht danken, wenn andererseits die Infrastruktur kaputtgespart wird. 

Ein weiterer, aber nicht weniger wichtiger Punkt insbesondere für die Steuersenkungen ist folgender: Das 5er-Bündnis musste ab 2015 die Steuerhebesätze der kommunalen Steuern auf das Landesniveau NRW erhöhen, da sich Bad Oeynhausen in der Zeit in der Haushaltssicherung befand und der Nothaushalt drohte. Im Nachhinein wissen wir, dass wir nie in das Nothaushaltsrecht gerutscht wären. Die damalige Steuererhöhung wurde den Bürgerinnen und Bürgern, wie wir heute wissen, unnötiger Weise aufgezwungen. Wir haben immer gesagt, wenn die Erhöhung im Nachhinein nicht notwendig war und wir bei den Rücklagen etwas mehr Luft haben, dann geben wir die Erhöhung zurück. Und zurückgeben heißt dann eben auch, nicht nur auf das Niveau von 2015 zu gehen sondern, wenn auch nur leicht, darunter.

Daneben wollen wir insbesondere unsere Schulstandorte sichern und zukunftsfähig gestalten. Der Ortsteil Rehme darf nicht länger vor sich hin darben, die Innenstadt muss endlich zukunftsorientiert gestaltet werden, die Aufforstung mit jährlich 1000 neuen Bäumen ist nicht nur nachhaltig, sondern mit Blick auf unser Klima und unsere Natur, dringend geboten! Aus diesem Grund wollen wir auch Privathaushalte animieren, sich für Photovoltaik und Regenwassernutzung zu engagieren. Dieser Planet und diese Stadt sind einzigartig, hier sollen auch in den nächsten Jahrhunderten Menschen gut und gern leben können!

Wir haben jetzt eine Menschenleben bedrohende und unser aller Gesundheit gefährdende Krise zu meistern, ja geradezu zu überleben. Eine Krise, deren wirtschaftliche, finanzielle und arbeitsmarktpolitische Negativerscheinungen in der noch viel zu jungen Demokratie unseres Landes seit Ende des 2. Weltkrieges uns allen derzeit stark zu schaffen macht. Historiker werden die derzeitige Pandemie COVID 19 später in Ihren Geschichtsbüchern mit der Spanischen Grippe oder der Pest vergleichen. Nie zuvor hat es in den letzten 100 Jahren so harte -nicht anthropogene- Einschnitte in das gesellschaftliche Leben gegeben wie es jetzt gerade geschehen ist und noch geschieht.

Der richtige Weg zwischen Lockerung der Verbote und Beschränkungen einerseits und die Verschärfung von eben diesen Maßnahmen bei erneuten Inzidenzwertsteigerungen andererseits nagt an unserer Psyche und auch an unserer Physis. Aber eben auch an unserer Wirtschaft und unseren Geldbörsen! Für letzteres gibt es Hilfspakete auf Bundes- und Landesebene. Lassen Sie uns gemeinsam genau hier auf kommunaler Ebene anpacken und den Menschen etwas von dem zurückgeben, das wir nun wirklich weder wirtschaftlich, noch fiskalpolitisch logisch, auf der hohen Kante haben!

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!

Wir bitten um Zustimmung zur Veränderungsliste des 3er-Bündnisses aus FDP, BBO und DIE LINKE./UW.

DL./UW-Fraktion nimmt nicht an Ratssitzung teil

DL./UW-Fraktion nimmt nicht an Ratssitzung teil

Am 16.12.2020 ist die aktuell gültige Coronaschutzverordnung in Kraft getreten.

Mit dieser Verordnung werden die Bürger, Händler, Dienstleister und Familien stark in Ihrer Freiheit eingeschränkt.
Diese Maßnahmen erfolgen im Rahmen der Infektionsbekämpfung um die Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen und unser Gesundheitssystem nicht über den Maßen zu belasten.

Die für den am 16.12.2020 anberaumte Sitzung des Stadtrates der Stadt Bad Oeynhausen wird trotz der in Kraft getretenen Verordnung NICHT abgesagt.


Der Stadtrat versammelt sich dabei mit mehr als 50 Leuten in einem abgeschlossenen Raum. Mindestabstand und Pflicht des Mund-Nasen-Schutzes sollen zwar berücksichtigt werden, dennoch ist es ein falsches Zeichen an die Bürger.

Wir empfinden das somit als Schlag ins Gesicht des Bürgers, so das sich die Fraktionsgemeinschaft dazu entschlossen hat NICHT an dieser Sitzung teilzunehmen um den vorbeugenden Infektionsschutz einzuhalten.

Bei Infektionsschutz kommt es auf das Verhalten jedes einzelnen an.

Gebührenerhöhung – Stadtwerke Bad Oeynhausen

Gebührenerhöhung – Stadtwerke Bad Oeynhausen

Die Abfuhrgebühren für Restmüll steigen um rund 30%, die für Bio-Müll um rund 20 %.
Die Gebühren für Wasser, Abwasser (Schmutzwasser & Niederschlagswasser), Straßenreinigung und Winterdienst steigen um rund 10 %.

Wenngleich uns die Gebührenordnung wohl bekannt ist und die Stadtwerke Bad Oeynhausen natürlich nicht wissentlich Verluste einfahren dürfen, sondern gewinnorientiert wirtschaften müssen, so konnten wir dennoch als Fraktionsgemeinschaft DL./UW die Erhöhungen in den Geschäftsbereichen Abfall und Wasser nicht mitgetragen.

Über unseren Fraktionsvorsitzenden Andreas Korff, der den eigentlichen Vertreter im Verwaltungsrat der Stadtwerke AÖR, Thomas Heilig, quarantänebedingt vertreten durfte, haben wir dies deutlich zum Ausdruck gebracht.

Gerade in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen teilweise verlorenen Arbeitsplätzen und/oder Kurzarbeit, ist es für uns ein wichtiges Signal, die Bürgerinnen und Bürger nicht über Gebühr zu belasten! – Was für ein Wortspiel in diesem Zusammenhang!

Während in den Geschäftsbereichen Abwasser und Straßenreinigung/Winterdienst die Erhöhungen ausschließlich auf die gestiegenen Preise als auch die Verrechnung der Verluste aus den Vorjahren zurückzuführen sind und deshalb auch von uns mitgetragen werden konnten und mussten, verhielt es sich in den anderen Bereichen anders.

Beim Abfall wird auch das Minus des Recyclinghofes (400.000 Euro) über die generellen Abfallgebühren refinanziert.

Dies ist für uns nicht akzeptabel!

Was kann die alleinerziehende Mutter einer Mietwohnung, die nie den Recyclinghof aufgesucht hat dafür, wenn man den Grünschnitt des SUV-Fahrers zu günstig annimmt?

Erst Recht stellt sich die Frage, wenn dieser vielleicht garnicht aus Bad Oeynhausen, sondern vielleicht aus Vlotho kommt. Eine einfache Erhöhung aller Preise im Recyclinghof ist aber auch der falsche Weg, denn dies führt zu mehr illegaler Wildentsorgungen. Hier muss das System grundlegend überdacht werden! 30 % Erhöhung auf einen Schlag ist inakzeptabel!

Deshalb war hier die Erhöhung aus unserer Sicht abzulehnen!

Im Geschäftsbereich Wasser wird dieser das Jahr 2020 mit einem Plus abschließen und damit trotz Corona-Krise wohl mit einem höheren Plus als gedacht (aktuell 1,3 Mio. Euro statt 800.000 Euro). Hier wird also ein ausreichender Gewinn erzielt, eine Preiserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt ist schlichtweg nicht notwendig.

Auch hier war eine Erhöhung aus unserer Sicht abzulehnen!In beiden Fällen war unser Fraktionsvorsitzender Andreas Korff mit seiner Ablehnung aber leider allein auf weiter Flur! Im Bereich Abfall hat Axel Nicke von der BBO sich immerhin enthalten. Sonst wurde von allen anderen Vertretern in der AÖR (CDU, SPD, Grüne und AfD) allen Gebührenerhöhungen zugestimmt!

35.000 Euro Einsparung pro Jahr möglich

35.000 Euro Einsparung pro Jahr möglich

Seit dem 01.01.2017 erhalten die Vorsitzenden eines Ausschusses der Stadt Bad Oeynhausen eine zusätzliche und generell monatliche Aufwandsentschädigung. Dies belastet den Haushalt der Stadt Bad Oeynhausen und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit einer jährlichen Mehrausgabe in Höhe von rd. 35.000 €. 

Es ist für uns nicht zu erkennen, dass die Arbeit eines/einer Ausschussvorsitzenden eine derart hohe Mehrbelastung darstellt, die besonders entschädigt werden müsste.

Und deshalb fordern die Fraktionen DIE LINKE./UW, FDP und BBO einen Verzicht auf diese Mehrzahlung.

Detailierte Informationen sind dem Fraktionsantrag zu entnehmen.

Der Stadtsportverband wird weiter kleingehalten und soll nicht mitmischen

Der Stadtsportverband wird weiter kleingehalten und soll nicht mitmischen

Als Fraktionsgemeinschaft DIE LINKE./UW ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass man den Sachverstand aus den vorhandenen Gremien und Vereinen in dieser Stadt auch nutzt und diese mehr in die Ausschuss- und Ratsarbeit mit einbindet.

Wer sind wir denn, dass wir glauben, alles zu können und alles zu wissen? Und das vielleicht sogar noch besser, als die engagierten und motivierten Aktiven dieser Gremien und Vereine mit ihren Fachkenntnissen?

Leider ist diese Grundeinstellung offensichtlich nicht bei allen Fraktionen vorhanden. In der Vorbesprechung zur Ausschussbesetzung bestand unser Fraktionsvorsitzender, Andreas Korff, darauf, dass man dem Stadtsportverband (SSV) im Sportausschuss entweder mindestens ein Stimmrecht oder aber zwei beratende Mitglieder zugesteht.

Er selbst hätte sogar zu Gunsten des SSV auf sein eigenes Stimmrecht verzichtet, schließlich ist Andreas Korff unser Vertreter im Sportausschuss. Dies wurde im Nachgang aber vom SSV abgelehnt, da man auf die Stimme von Andreas Korff nicht verzichten wollte, hat dieser in der Vergangenheit doch noch am ehesten mit dem SSV zusammengearbeitet!

Unterstützt wurden wir bei dem Ziel, dass der SSV zwei beratende Mitglieder entsenden kann, von unseren Bündnispartnern BBO und FDP. Alle anderen Fraktionen? – Fehlanzeige! Widerwillig wurde dies mit aufgenommen.

In der Ratssitzung mussten wir dann aber feststellen, dass man versucht hat, den alten Stand (1 beratendes Mitglied) beizubehalten. Sicherlich nur ein Versehen, oder!?!?!

Unsere Fraktionsgemeinschaft war aufmerksam, hat dieses Versehen gleich bemerkt und auf Antrag dafür gesorgt, dass der SSV nun im Sportausschuss mit zwei statt einem beratenden Mitglied vertreten ist.

Gut, dass wir aufgepasst haben!

Denn es hätte sich sonst niemand zu Wort gemeldet und der alte Stand der Dinge wäre so durchgegangen.Generell steht unsere Fraktionsgemeinschaft dafür ein, dass der SSV, aber auch in Zukunft andere Fachgremien wie der Integrationsrat, der Beirat für Menschen mit Behinderungen oder der Seniorenbeirat mehr Einfluss in den Ausschüssen der Stadt Bad Oeynhausen erhalten sollen. Denn dort sitzen die Fachleute und nicht in den Parteien. Wir haben diese Fachleute, damit man sich ihr Fachwissen zu Nutze macht!

Gemeinsam sind wir stark!

Seltsame Abstimmung – seltsames Demokratieverständnis

Seltsame Abstimmung – seltsames Demokratieverständnis

Na, das fängt ja gut an.

Schon in der 2. Ratssitzung mussten wir feststellen, wie man offensichtlich mit unbequemen Anträgen umgeht: Man lässt einfach über etwas ganz Anderes abstimmen! Und das obwohl eben jener Antrag mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen eigentlich verabschiedet war.

Was ist genau passiert?

In der 2. Sitzung des Rates der Stadt Bad Oeynhausen wurde unter Tagesordnungspunkt 20 über einen Fraktionsantrag der BBO beraten. Dieser sieht vor, dass an den Schulen schnellstmöglich Luftreiniger angeschafft werden sollen und die Fördermöglichkeiten geprüft werden sollen. Nun ist diese Prüfung wohl durch die Verwaltung im Vorfeld erfolgt, eine Förderung wegen der Lüftungsmöglichkeiten aller Räume nicht möglich. Dennoch stellte Henrik Kemena für seine BBO-Fraktion den Antrag und bestand auf Anschaffung der Geräte, auch als Selbstbausätze, denn die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern als auch dem Lehrpersonal sollte uns das Geld doch wert sein.

Überrascht nahmen wir zur Kenntnis, dass dies die Mehrheit zumindest nicht ganz teilen wollte und konnte, denn die meisten Arme gingen bei “Enthaltung” in die Höhe. Genauer gesagt stimmten die sieben anwesenden Mitglieder des 3er-Bündnisses (FDP, BBO, DIE LINKE./UW) für den Antrag, die AfD stimmte dagegen, der Rest enthielt sich… Somit wurde der Antrag mit 7 zu 3 Stimmen bei Rest Enthaltungen angenommen… dachten wir…

Denn nun fiel dem Bürgermeister auf, dass sich ja nicht alle Ratsmitglieder von CDU, SPD und Grünen an der Abstimmung beteiligt hatten. Viele behielten ihren Arm einfach unten. Jetzt könnte man meinen: Pech gehabt! Wer nicht aufpasst… Aber nein! Es entfachte sich eine Diskussion darüber, ob man zum nächsten Schulausschuss im Februar 2021 oder zur nächsten Ratssitzung am 16.12.2020 eine genauere Expertise über die Luftreiniger als Bausatz vorstellt.

Unser Fraktionsvorsitzender, Andreas Korff, monierte umgehend die Diskussion und die nun regelrecht einkassierte Beschlussfassung. Darüber wurde aber einfach hinweggegangen!Es ging nur noch um die Frage, bis wann eine Vorstellung der Prüfung durch Experten vorliegen sollte. Alle waren sich einig, dass Februar 2021 viel zu spät wäre. Es solle also in der nächsten Ratssitzung passieren.

Dieser Beschluss fiel dann zwar einstimmig aus, aber richtig war das nicht! Schließlich wurde dem Antrag der BBO bereits mit deutlichem Ergebnis zugestimmt!

Warum die Fraktionszuwendungen nicht erhöht werden sollten

Warum die Fraktionszuwendungen nicht erhöht werden sollten

In der 2. Ratssitzung ging es natürlich auch mal wieder um das liebe Geld.
Hier herrschte zwischen CDU, SPD und AfD Einigkeit, dass die bisherigen Fraktionszuwendungen zu gering seien. 

Sie folgten dem Verwaltungsvorschlag, sowohl die Pauschale je Fraktion als auch die Pauschale je Ratsmitglied um satte 10 % zu erhöhen!

Die Begründung unseres Bürgermeisters dazu war regelrecht hanebüchen! 

Zitat „Weil sie so lange nicht erhöht wurde. Außerdem ist es nur ein Budget, man muss ja nicht alles ausgeben!“

Lars Bökenkröger

Also statt 2000 Euro je Fraktion plus 400 Euro je Ratsmitglied sind es nun ab sofort 2200 Euro je Fraktion und 440 Euro je Ratsmitglied, was auf die Fraktionskonten der einzelnen Fraktionen überwiesen wird.

Konkret: Die CDU-Fraktion erhält zum Beispiel mit nun 19 Mitgliedern 10.560 Euro – nach alter Systematik wären es 9.600 Euro.

Also fast 1000 Euro mehr….

Die Berechnung ist nur ein Beispiel und ließe sich für alle Fraktionen entsprechend berechnen.

Bei 54 Ratsmitgliedern und insgesamt 7 Fraktionen bedeutet dies 39.160 Euro statt bisher 35.600 Euroalso gut 3500 € an zusätzlichen Aufwenundgen für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

Über 3.500 Euro Mehrausgaben pro Jahr, begründet damit, dass man ja schon so lange nicht erhöht hat und die Fraktionen es ja nicht ausgeben müssen!

Neben unserem 3er-Bündnis wollten auch die Grünen dies nicht mittragen.

Wir werden gespannt beobachten, wer von den drei oben genannten Befürwortern dieser Erhöhung tatsächlich etwas an die Stadt zurückzahlt und wenn ja, wie viel.

Denn wie unser Bürgermeister ja gesagt hat:
 ”Es ist nur ein Budget, man muss ja nicht alles ausgeben!”